Karfreitag: Protest gegen das Leid

In seiner Karfreitagspredigt trat Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzender Heinrich Bedford-Strohm ein für Gewaltfreiheit und Liebe. Christen erinnern sich am Karfreitag an das Leiden und Sterben Jesu Christi, so der bayerische Landesbischof und EKD-Ratsvorsitzende Heinrich Bedford-Strohm in seiner Karfreitagspredigt in der Münchner St. Matthäuskirche.

Der Karfreitag ist auch ein Tag des Protestes gegen das Vergessen, so Bedford-Strohm. Weil Christen an einen Gott glauben, der in seinem Sohn Jesus Christus das Leid der Menschen selbst erfahren hat, gedenken Christen an diesem Tag auch an das Leid vieler Menschen weltweit.

Bedford-Strohm erinnerte an die Christen in vielen Ländern, die „nur wegen ihres Bekenntnisses an Leib und Leben bedroht werden“, und an Menschen, die verfolgt werden, „weil sie sich in ihren Ländern für die Menschenwürde, für Gerechtigkeit und Freiheit einsetzen“. Ins Gedenken nahm der Bischof auch die Menschen, „die vor Gewalt und Krieg flüchten und auf Holz- oder Schlauchbooten ihr Leben riskieren oder verlieren“.

Aus reiner Liebe habe Gott sich selbst in Jesus Christus geopfert, so Bedford-Strohm. Darum könnten sich Christen nie mit dem Hass in der Welt abfinden: „Hass und Gewalt sind nichts Normales“

Der Landesbischof erinnerte in diesem Zusammenhang an den amerikanischen Baptistenpfarrer Martin Luther King, der vor 50 Jahren ermordet wurde. „Tut mit uns, was ihr wollt“, habe Martin Luther King gesagt, „wir werden euch trotzdem lieben“. Dieser Weg der Gewaltfreiheit und der Liebe sei nicht naiv, so Bedford-Strohm, sondern heute „der einzig realistische Weg“ und ein Vorbild für unseren Umgang mit Hass, Ausgrenzung und Leid.

Quelle: ots/Presseportal, Copyright Logo: EKD – Evangelische Kirche in Deutschland

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