Schweiz: Vereinbarungen zwischen SRF und Landeskirchen erneuert

Die drei Landeskirchen und Schweizer Radio und Fernsehen haben im März bei einem gemeinsamen Anlass in Zürich ihre bestehende Zusammenarbeit mit der Erneuerung ihrer Vereinbarungen um weitere fünf Jahre bekräftigt. Hierfür wurden die bestehenden, seit 2012 gültigen Vereinbarungen zwischen SRF einerseits und den drei Landeskirchen der Schweiz (christkatholische Kirche, evangelisch-reformierte Kirche und römisch-katholische Kirche) andererseits leicht überarbeitet.

Sowohl SRF als auch die Kirchen sind dem Service public verpflichtet. Die drei Landeskirchen stehen gesellschaftlichen und staatlichen Institutionen nahe und leisten einen wichtigen Beitrag zum Zusammenleben, der Respekt und öffentliche Anerkennung geniesst, auch wo Kirche und Staat getrennt sind. Noch immer machen die Mitglieder der drei Landeskirchen den grössten Teil der religiös orientierten Menschen des Landes aus. Aus diesen Gründen pflegt SRF, unbeschadet seiner Autonomie und Unabhängigkeit, zu diesen Kirchen besondere Beziehungen. Seit 2007 wird der Ausdruck «Religion» in der Konzession für die SRG SSR explizit erwähnt.

Die Vereinbarungen zwischen SRF und den Kirchen regeln ihre Zusammenarbeit hinsichtlich christlich geprägter Sendungen in Radio und Fernsehen. Sie umfassen konkret das «Wort zum Sonntag» sowie dessen rätoromanische Ausgabe «In pled sin via», die Gottesdienstübertragungen und Radiopredigten. Die wichtigste Änderung der Vereinbarungen betrifft die Liveübertragungen von Gottesdiensten, die künftig mehrheitlich konvergent, das heisst gleichzeitig auf den beiden Kanälen Radio und Fernsehen, erfolgen wird. Damit werden einerseits Synergien genutzt, andererseits erreicht eine einzelne Gottesdienstübertragung auf diese Weise deutlich mehr Publikum.

Die Anpassungen der Vereinbarungen wurden von der SRF-Fachredaktion Religion unter der Leitung von Judith Hardegger gemeinsam mit den Beauftragten der christkatholischen Kirche, der römisch-katholischen Kirche und der evangelisch-reformierten Kirchen vorbereitet. Unterzeichnet haben SRF-Direktor Ruedi Matter und SRF-Abteilungsleiter Kultur Stefan Charles sowie Lars Simpson und Maja Weyermann für die christkatholische Kirche, Odilo Noti und Charles Martig für das Katholische Medienzentrum, Christoph Weber-Berg und Pascale Huber für die Reformierten Medien. Mit der Unterzeichnung wird die bewährte Zusammenarbeit zwischen SRF und den Landeskirchen fortgesetzt.

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