Sorgen um das liebe Geld tun auch körperlich weh

Menschen, die ihre finanziellen Aussichten als unsicher einschätzen, empfinden laut einer Studie der University of Virginia http://www.virginia.edu mehr körperliche Schmerzen als jene Personen, die ihre Finanzen abgesichert sehen. Die Studienergebnisse legen nahe, dass dieser Zusammenhang zumindest teilweise auf das Empfinden einer mangelnden Kontrolle über das eigene Leben zurückzuführen ist.

Faktor Unsicherheit belastet

Laut der leitenden Wissenschaftlerin Eileen Chou zeigen die Ergebnisse, dass es körperlich weh tut, wirtschaftlich nicht abgesichert zu sein. „Die Ergebnisse von sechs Studien zeigen, dass wirtschaftliche Unsicherheit zu körperlichen Schmerzen führt, die Schmerztoleranz senkt und die Einnahme von rezeptfreien Schmerzmitteln vorhersehbar macht.“ Die Wissenschaftler wollten einen Zusammenhang zwischen zwei Trends untersuchen – und zwar die zunehmende wirtschaftliche Unsicherheit und Klagen über Schmerzen.

Die Forscher gehen davon aus, dass das Gefühl einer mangelnden wirtschaftlichen Absicherung zu einem Gefühl einer fehlenden Kontrolle über das eigene Leben führten könnte, das seinerseits psychische Vorgänge aktiviert, die im Zusammenhang mit Angespanntheit, Angst und Stress stehen. Es wurde bereits nachgewiesen, dass diese Vorgänge über ähnliche neuronale Mechanismen verfügen, denen auch Schmerzen zugrunde liegen.

Andere Studie untermauert Fazit

Daten einer Konsumentenbefragung hatten bereits ergeben, dass Haushalte, bei denen beide Erwachsene arbeitslos waren, 2008 ein Fünftel mehr für rezeptfreie Schmerzmittel ausgaben als jene, in denen zumindest eine Person arbeitete. Insgesamt betonen alle diese Studien die Wichtigkeit der Unterscheidung zwischen subjektiven und objektiven Erfahrungen. „Die subjektive Einschätzung der eigenen finanziellen Sicherheit hat entscheidende Auswirkungen, die weit über den konkreten Anlass hinausgehen“, resümiert Chou abschliessend.

Quelle: Pressetext.com, Bild: Kili, Wikipedia

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