Ein Gottesdienst für die ganze Schweiz

Zürich, 11. September 2015 (th) – Die Kirchen in der Schweiz haben sich zusammengetan, um am Samstag vor dem Bettag in Bern öffentlich den christlichen Glauben zu bekennen und für das Land zu beten. Christinnen und Christen aus allen Landesteilen sind eingeladen, an dieser Veranstaltung teilzunehmen.
In früheren Jahrhunderten haben Regierungen besonders in stürmischen Zeiten die Bevölkerung zum Beten aufgerufen. Daraus ist der jährliche Eidg. Dank-, Buss- und Bettag entstanden. Vor zwei Jahren haben die Schweizer Kirchen verschiedener Konfessionen und Gottesdiensttraditionen beschlossen, miteinander vor dem Bettag eine Impulsveranstaltung durchzuführen und in Bern auf einem öffentlichen Platz miteinander zu beten.

Miteinander Verantwortung tragen
In diesem Jahr wird das „Gebet voraus“ zum zweiten Mal durchgeführt. Die Schweiz steht wie viele europäische Länder vor grossen Herausforderungen. Zudem finden in einem Monat die Eidg. Wahlen statt. Mit dem öffentlichen Gebet in Bern drücken Christinnen und Christen auch aus, dass sie gern bereit sind, die Verantwortung für das Land mitzutragen.

Fürbitte für die Schweiz
In gesprochenen und stillen Gebeten werden sie Gott um Schutz und Beistand bitten, wenn es um den Erhalt des Landes, die gesellschaftliche Entwicklung, den Frieden, die Bewahrung des natürlichen Lebensraums, Freiheit und Solidarität geht. Ständerätin Anne Seydoux-Christe (JU) und der Berner Grossratspräsident Marc Jost werden als Politiker Grussworte an die Versammlung richten.

Kollekte für Flüchtlingsprojekte
Durch eine Kollekte an der Versammlung werden zwei Projekte zur Integration von Flüchtlingen unterstützt. Mit dem Projekt „Neue Gärten“ (HEKS) werden Migranten zur Mitarbeit in Familiengärten eingeladen. Dadurch kommen Asylsuchende nicht nur zu einer sinnvollen Beschäftigung, sondern vor allem auch zu wichtigen sozialen Kontakten und zu praktischer Unterstützung in Alltagsfragen. Das zweite Projekt ist die Beratungsstelle für Integrations- und Religionsfragen (BIR) in Thun und in Genf, wo sich bereits zahlreiche Flüchtlinge aus der ganzen Schweiz hinwenden und persönliche Hilfe erhalten.

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