Charles Wesley ist der kleine Bruder von John Wesley, dem Begründer der Methodistenbewegung, aber im Gegensatz zum älteren ist der jüngere ausserhalb seiner Kirche kaum bekannt. Und dies, obwohl er mehrere Tausend Gedichte und Lieder geschrieben hat, Tausende von Malen predigte (dies scheint fast nicht möglich zu sein, ist es aber) und so alles in allem nach Ansicht bedeutender Forscher einen weit grösseren Einfluss auf die Frömmigkeit innerhalb wie ausserhalb seiner Kirche gehabt haben dürfte. Und von diesem Charles Wesley ist nun ein ganz kleines Büchlein mit 7 seiner Predigten erschienen. "Ein Lehrstück der klaren Evangeliumsauslegung" vollständig lesen
Eigentlich hätte es ein gutes Buch werden können, denn sein Thema, den Glauben nicht nur nachzubeten, sondern ihm auch nachzudenken, ist so aktuell wie eh und je. Aber leider bleibt es beim „Eigentlich“, denn das, was Horst Spittler („Bibel, Jesus, Gott und Kirche – den Glauben verstehen“) aus dieser Vorgabe gemacht hat, ist missglückt. Es ist nicht so, dass das Buch keine brauchbaren Passagen aufwiese, aber es ist so, dass man sich beinahe jedesmal, wenn Spittler theologisch argumentiert und nicht nur historisch, fragen muss, ob er denn wirklich eine Ahnung davon hat. "Ein missglücktes Experiment, über den Glauben nachzudenken" vollständig lesen
Die neue Zürcher Bibel ist ein Meisterwerk an theologischer Detailtreue und hermeneutischer Gesamtperspektive, und ohne falschen Stolz darf man behaupten, dass sie die besten, schönste und genaueste Übersetzung der Gegenwart ist, und dies nicht nur im deutschsprachigen Raum, sondern weltweit. Und: Es gibt sie jetzt auch als Hörbuch!
Michael Albus nimmt uns in seinem Buch „Auf den Spuren des Apostels Paulus“ mit auf eine äussere und eine innere Reise. Der Theologie, Germanist, Journalist und Professor in einem reist dem Apostel auf dessen Reisen nach und berichtet davon. In Wort und Bild, geschichtlich, theologisch, persönlich. Ein Panoptikum, das den Geist beflügelt.
Norbert Dennerlein und Michael Meyer-Blanck haben (bereits in 2. Auflage) ein Kompendium zum evangelischen Glauben herausgegeben ("Evangelische Glaubensfibel - Grundwissen der evangelischen Christen"), das in 53 kurzen Abschnitten die wichtigsten Inhalte kurz zur Sprache bringen soll. Eigentlich eine gute Idee für ein gutes Buch - und doch hat das Projekt tüchtig Schiffbruch erlitten!
Was ist ein Glaube, der auch schwierigen Phasen des Lebens standhält? Wie können wir glauben jenseits von Gesetzlichkeit und Sonntagsschulnaivität? Mit anderen Worten: Wann werden wir auch im Glauben erwachsene, reife und mündige Menschen? Anselm Grün, spiritueller Meister und Autor zahlreicher Bücher zum geistlichen Leben, versucht, einen Weg zur Mündigkeit des Glaubens aufzuzeichnen.
"Reifen zur Frucht Gottes" vollständig lesen
Die Evangelisch-Katholische Kommentarreihe EKK präsentiert den Band zum 2. Timotheus- brief des Katholiken Anton Weiser. Und dies ist bedeutungsvoll, denn 2Tim ist nicht irgendein Brief, auch wenn i.A. wenig Beachtung findet, sondern das „Testament des Paulus“, das die Wahrheit der Lehre und die Echtheit der Nachfolge sichern will.
Vor 400 Jahren wurde einer der bedeutendsten und bekanntesten Kirchenmusiker der Neuzeit geboren: Paul Gerhardt, Komponist und Dichter Dutzender, äusserst bekannter und beliebter Kirchenlieder („Befiehl du deine Wege“, „Ich steh an deiner Krippe“, „Ist Gott für mich, so trete“, „Lobet den Herren“, „Sollt ich meinem Gott nicht singen“). Zu diesem Anlass ist von Christian Bunners eine grossflächig überarbeitete und ergänzte Neuauflage seines Buches „Paul Gerhardt: Weg – Werk – Wirkung“ erschienen. Es ist ein Buch, das den weitgehend unbekannten Mann hinter den grossen Liedern auf erstaunliche Weise nahe bringt.
Robert Seitz, pensionierter und passionierter EMK-Pfarrer, Kämpfer für das lebendige und lebendigmachende Wort, für die Fragilität glückenden Lebens, für die unbedingte Angewiesenheit der Existenz und deren bedingungsloses Angenommensein im Raum des Christus, dieser Poet also mit dem Flair fürs Hobeln an Holz, Hand und Wort hat – es wäre kaum übertrieben, zu sagen: Zum Glück für die Menschheit! – wieder einmal ein Buch geschrieben: "Augenblicke wie Perlen". Und wie immer gilt auch vom neuen Seitz: Ein Gewinn, wer ihn in die Hände bekommt, ein Verlust, wer ihn sich entgehen lässt.
"Wahrer geht es nicht mehr!" vollständig lesen
Nur schon die Textfülle allein macht das Unterfangen, eine Theologie des Alten Testaments zu schreiben, zueinem Abenteuer. Wenn dann noch versucht werden soll, daraus die Essenz zu gewinnen, so wird das Abenteuer fast schon waghalsig. Alfons Deissler hat es gewagt – und man muss beeindruckt eingestehen: Es ist gelungen.
"Und dann wird alles klar!" vollständig lesen
Nach langer Suche bin ich endlich fündig geworden: Walter Klaibers Buch zur Urgeschichte (dh. von der Schöpfung bis zum Turmbau von Babel) vereinigt wissenschaftliche Auslegung mit theologischer Interpretation, so dass der Text nicht nur in seiner Geschichte verständlich, sondern transparent für die Gegenwart wird.
"Der Anfang dauert bis heute!" vollständig lesen
Wer nicht sterben kann, kann auch nicht leben, und wer nicht zu leben weiss, wird nicht zu sterben wissen. Denn der Tod ist nicht das Ende, sondern Teil des Lebens. Dies ist die Hauptaussage eines kleinen, aber spannenden und wichtigen Buches des Zürcher Ethikers Heinz Rüegger."Sterben lernt, wer leben lernt." vollständig lesen
Unter dem sehr allgemein gehaltenen Titel „Bestattung" präsentiert WernerMilstein eine Sammlung von liturgischen Stücken für die Praxis. Nach der Vorstellung eines möglichen liturgischen Ablaufs in der Kapelle/Aussegnungshalle und am Grab bringt Milstein zahlreiche Beispiele (meist rund zwanzig) zu fünf liturgischen Stücken: Meditation zum Eingang, Eingangsvotum, Psalmmeditation resp. Hinführung zur Lesung, Eingangsgebet und Gebet nach der Predigt. Zum Schluss folgen eine ausgeführte Liturgie der „Aussegnung" und drei Kurzansprachen zur Aussegnung unter den Titeln „Erfülltes Leben", „Von Gott beim Namen gerufen", „Nach schwerer Krankheit". Eine spezielle Ausrichtung auf die kasuelle Situation wird bei vier Eingangsmeditationen (Unfall, plötzlicher Tod, Tod eines Kindes, Suizid) und bei vier Gebeten nach der Predigt (plötzlicher Tod, Suizid, Tod eines Kindes - zwei Mal) angemerkt. "Damit die Bestattung nicht zum Event verkommt" vollständig lesen
Endlich eine umfassende Würdigung von Leben und Werk Emil Brunners, dem
grossen Züricher Theologen und – man kann es so sagen! – Kirchenvater
im 20. Jahrhundert. Denn Brunner hat gelebt, was er dachte, und er
dachte, was ihm das Leben zu denken gab. Frank Jehle arbeitet diese
Verbindung von Leben und Werk gut hervor, so dass Brunner als Mensch
erscheint, und nicht nur als Professor.