Worte und Taten gehören zusammen
Wer von „Missionieren“ und „Missionaren“ redet, versteht dies heute oft negativ. Zu Unrecht, meint die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA). Mission ist eine Grundlage des weltweiten Christentums. Zudem leistet die christliche Mission auch heute noch sichtbare und wichtige Beiträge zur gesellschaftlichen Entwicklung.
Zürich, 18. Juni 2010 (th) - In Zürich tagt gegenwärtig eine internationale Missionssynode der Missionsgesellschaft mission 21, der landeskirchlichen Schweizer Missionsorganisation. In Amsterdam findet ebenfalls in diesen Tagen die Jahresversammlung der Missionsorganisationen der Europäischen Evangelischen Allianz statt. Die Schweiz wird dort durch die SEA-Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Missionen (AEM) vertreten. Viel MisstrauenDer Begriff „Mission“ ist heute in der Öffentlichkeit oft mit unguten Gefühlen verbunden. Ein Beispiel dafür ist die Rundschau im Schweizer Fernsehen vom 9. Juni, welche anhand einer angeblich aggressiven Missionsorganisation das negative Missionsbild leider verstärkt. Die SEA ist der Meinung, dass solche Bilder und Berichte dem Verständnis von Mission nicht gerecht werden. Mission geschieht heute auf Augenhöhe mit den Empfangsländern und zunehmend auch gegenseitig. So engagieren sich beispielsweise Missionare aus Südamerika oder Afrika in Schweizer Kirchen. Mission bringt gesellschaftliche EntwicklungMission - das glaubwürdige und ganzheitliche Leben und Weitersagen des Evangeliums vor Ort - ist nach Überzeugung der Schweizerischen Evangelischen Allianz nicht nur ein zum Christentum gehörendes Prinzip, sondern auch ein für die gesellschaftliche Entwicklung wichtiger Katalysator. So hat beispielsweise die missionarische Vision des jungen Henry Dunant im 19. Jahrhundert nicht nur zu einem Engagement in der Evangelischen Allianz geführt, sondern auch zur Gründung des Roten Kreuzes. Zahlreiche Missionsorganisationen sind durch ihre oft Jahrzehnte dauernde Missionsarbeit an der Entwicklung von Ländern in Südamerika, Afrika und Asien mitbeteiligt. Ihre Arbeit hat zur Gründung von Kirchen geführt, die sich heute als wichtiger Teil der Zivilgesellschaft zum Wohl der notleidenden Menschen engagieren. In Nächstenliebe handeln und vom Evangelium redenMission kann sich im christlichen Verständnis weder in Worten allein noch in Taten allein verwirklichen. Zum Zeugnis der Nächstenliebe, welche sich in der praktischen Zuwendung zum Mitmenschen äussert, gehört die Verkündigung des Evangeliums. Christinnen und Christen verkündigen dieses Evangelium friedlich und unter Respektierung der Rechte und Würde aller Menschen. Solche Mission wird als grundlegendes Menschenrecht anerkannt und darf nicht unzulässig eingeschränkt werden.Die Schweizerische Evangelische Allianz setzt sich seit ihrer Gründung vor über 160 Jahren zusammen mit anderen kirchlichen und christlichen Organisationen für das Recht einer freien Weitergabe des Evangeliums. Dies wird auch in Zukunft eine ihrer wichtigsten Aufgaben bleiben. Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist eine Bewegung von Christinnen und Christen aus reformierten Landeskirchen, evangelischen Freikirchen und christlichen Organisationen. In der Romandie tritt der französischsprachige Teil der Evangelischen Allianz unter dem Namen „Réseau évangélique“ auf. Die SEA besteht gesamtschweizerisch zurzeit aus 77 lokalen Sektionen mit rund 550 Gemeinden und 150 christlichen Organisationen. Die Basis der SEA wird auf rund 250 000 Personen geschätzt. Die SEA ist eine von weltweit 127 nationalen Evangelischen Allianzen mit schätzungsweise 420 Millionen Gleichgesinnten. Für Ihre Fragen steht Hansjörg Leutwyler (079 671 07 06), gerne zur Verfügung.

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