Teens sagten: "Yes we can!"

Der Radiosender Lifechannel berichtete über ein Teenslager der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) Sevelen, Flawil, Uzwil und Herisau, von vergangener Woche in Winterthur. Die 22 Teenies und acht Leiter aus der Ostschweiz zogen mit speziellen Aktionen in der Innenstadt Winterthurs Aufmerksamkeit auf sich.


Seit vielen Jahren findet in den Frühlingsferien jeweils ein Teenslager der Ostschweizer EMK-Gemeinden in Winterthur statt.In diesem Jahr kam die örtliche Bevölkerung in den Genuss einiger spezieller Aktionen, über die sogar ein Radiobeitrag von Lifechannel entstand.Die Teens liessen sich durch das Motto des amerikanischen Präsidenten Obama „Yes we can!“ herausfordern. „Wir mussten Mut beweisen und haben viele eindrückliche, überraschende, nachhaltige Erlebnisse gemacht“, berichtet die Jugendpfarrerin aus Sevelen und Hauptleiterin des Lagers, Luzia Lins. Am Anfang stand ein „Freeze“ am Winterthurer Bahnhof: Alle 29 Teens und Leiter blieben auf Kommando fünf Minuten wie eingefroren in der Unterführung stehen. Alle hatten die gelbe Bibel „suchen – finden – staunen“ in der Hand, in der Jackentasche oder sonst irgendwie sichtbar dabei.Es habe ganz unterschiedliche Reaktionen auf diese Aktion gegeben, sagt Luzia Lins. Zum Beispiel hätten viele Passanten zu lesen versucht, was auf dem Umschlag der Bibel stand. Einige hätten sich gefreut, andere sich genervt, dass ihnen so viele Personen im Weg gestanden seien. Nach dieser Aktion teilte man sich in Kleingruppen auf und führte die am Vortag vorbereiteten Projekte durch.Eine Gruppe engagierte sich bei der Caritas in Winterthur. Sie lernte bedürftige Menschen kennen, unterhielt sich mit ihnen und hörte ihnen zu.Weitere Gruppen verteilten Glaces bzw. Muffins an Passanten und zeichneten ein vier Quadratmeter grosses Kreidekunstwerk zum Lagerthema auf einen Platz.Im späteren Nachmittag trafen sich die Teens zu einer weiteren diesmal gemeinsamen Aktion in der Fussgängerzone.Sie legten einen roten Teppich aus und standen mit Blumen Spalier. Einzelne der Teens luden Passanten ein, über den roten Teppich zu gehen. „Damit wollten wir den Menschen Wertschätzung entgegenbringen. Wer den Mut hatte, über den Teppich zu gehen, wurde mit einer Blume beschenkt“, erklärt Luzia Lins das Ziel der Aktion. Auch hier hätten die Menschen verschieden reagiert.Aber diejenigen Personen, die sich über den roten Teppich begaben, hätten sich gefreut und sich bedankt. Eine der Lagerteilnehmerinnen sagte bei der Auswertung über den Projekttag: „Das war der beste Tag in meinem Leben.“ Zum Radiobeitrag von Lifechannel Quelle: Luzia Lins / Barbara Streit-Stettler