Hilfe empfangen - Hilfe weitergeben
Die EMK-Weltmission und das Kinderwerk der EMK in Deutschland führen jedes Jahr die Sammlung «Kinder helfen Kindern» durch. Diese soll auf altersgerechte Weise ein Bewusstsein für die Situation von Kindern und Familien in anderen Ländern dieser Erde schaffen und Kinder wie Erwachsene dazu ermutigen, sich für andere Menschen einzusetzen.
Die in den verschiedenen EMK-Gemeinden durchgeführten kreativen Aktionen führen meist auch zum konkreten Teilen, und so sind in den vergangenen Jahren durchschnittlich jeweils EUR 155'000.— gesammelt worden. Für die Rehabilitation von Kindersoldaten in Westafrika. Für schulische, medizinische und andere Gebäude in Südafrika, Kenia und Russland. Für Indianerkinder in Brasilien. Für Kinder in Afrika, die von AIDS betroffen sind. Für Roma-Kinder in Ungarn...Die Sammlung 2008/2009 richtete ihren Fokus auf Bulgarien. Sie befindet sich nun in der Phase der Umsetzung. Neben dem Betrieb von Kinder- und Jugendzentren, dem Aufbau eines Alphabetisierungsprogramms und der Einrichtung von Spielplätzen wurde und wird beispielsweise auch die Ausbildung von Verantwortlichen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen oder der Aufbau von besonderen Gottesdiensten für junge Menschen unterstützt. Die EMK-Gemeinde in Sofia erlebte dabei, wie die empfangene Hilfe zu einer Ermutigung werden kann, selber Gutes zu tun.Dank eines Betrags aus der Sammlung «Kinder helfen Kindern» konnten unter anderem Musikinstrumente und technische Einrichtungen angeschafft werden. Sie werden in erster Linie in den Jugendgottesdiensten eingesetzt, die jeweils am Sonntag um 14.00 Uhr stattfinden – nach dem Hauptgottesdienst am Morgen und einer Zeit der Gemeinschaft über den Mittag.Im Anschluss an die Jugendgottesdienste finden oft noch Gespräche statt, manchmal auch in Kleingruppen.Dank der angeschafften Technik können aber auch Aufnahmen von Musik und Predigten gemacht werden – diese werden dann über das Internet oder über Tonträger Menschen zur Verfügung gestellt, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht in die Kirche kommen können oder wollen.Es wurden auch schon einige Konzerte organisiert, zu denen kirchenfremde Menschen eingeladen werden.Im Frühling dieses Jahres sagten sich die jungen Menschen der Gemeinde: Wir haben so viel Hilfe für unsere Arbeit erhalten, da ist es gut, wenn auch wir helfen können. Sie entschieden sich, ein Konzert zu veranstalten – für zwei Familien, die jeweils zwei geistig und körperlich behinderte Kinder haben. In Bulgarien bekommen solche Leute kaum Unterstützung von den Sozialdiensten. Es sollte ein Konzert mit allen möglichen Musikarten sein, für das kein Eintritt verlangt wird, sondern für das die Leute freiwillig spenden. Über Internet und mit Plakaten wurde Werbung gemacht, und schliesslich fand das Konzert auch statt. Es gab gute Musik und verschiedene Filme, welche die jungen Menschen gemacht hatten, um die Lebensbedingungen und Schwierigkeiten der beiden Familien zu zeigen. Als die Verantwortlichen nach dem Konzert die Schachtel für die Spenden geleert und das Geld zusammengerechnet hatten, waren sie überrascht: Es waren fast EUR 2'150.— zusammen gekommen.Die empfangene Hilfe hatte gute Früchte getragen. Quelle: Pastor Vladimir Todorov, Sofia / Sekretariat des Bischofs Dr. Patrick Streiff, Zürich


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