Die Evangelisationsbewegung geht nach Cape Town

Am Sonntag geht die Fussball-WM zu Ende. Die Fans reisen nach Hause. Südafrika wird aus dem Fokus der Weltöffentlichkeit verschwinden. Eine Reise nach Südafrika planen allerdings 4000 andere Fans. Christen aus 200 Ländern werden sich vom 16. bis 25. Oktober in Kapstadt zum 3. Kongress für Weltevangelisation (Lausanne III) treffen.


 Zürich, 8. Juli 2010 (th) - Aus der Schweiz werden 21 Delegierte an den Kongress reisen. Sie vertreten verschiedene Verbände, Werke und Kirchen aus der ganzen Schweiz. Ein Ausschuss unter der Leitung von Hansjörg Leutwyler, Zentralsekretär der Schweizerischen Evangelischen Allianz, hat die Delegation in den vergangenen 12  Monaten zusammengestellt. Erneuerung der Lausanner ErklärungDie aktuellen Herausforderungen seien gross, schreiben die Organisatoren von Lausanne III auf der Webseite. Die Konferenzteilnehmer aus 200 Ländern werden sich mit Fragen der weltweiten Evangelisation beschäftigen. Wichtige Themen sind unter anderen auch die Beziehungen zu anderen Weltreligionen, die Armut, HIV oder die Verfolgung. Nach der Missionskonferenz von Lausanne 1974, welcher der weltweiten Evangelisation bedeutende Impulse gab und der Folgekonferenz von Manila 1989 (Lausanne II) ist die diesjährige Konferenz in Kapstadt vor allem dazu gedacht, die Dynamik der Evangelisationsbewegung in der globalisierten und von Technologie durchdrungenen Welt weiterzuführen und ihr neuen Schwung zu verleihen. Die Lausanner Erklärung soll der Zeit angepasst neu formuliert werden. Erstmals soll auch für Gruppen ausserhalb des Konferenzortes über Internet-Technologie eine virtuelle Teilnahme an den Verhandlungen der Versammlung möglich sein. (Informationen dazu über www.lausanne.org/globalinkImpulse für die SchweizDer Ausschuss erwartet durch die Konferenz in Kapstadt neue Impulse für die nachhaltige Ausbreitung des Evangeliums in Europa und in der Schweiz. Eine wichtige Aufgabe für die Delegierten sei es, die Gedanken und Impulse aus der Konferenz in die Verbände, Werke und Kirchen zu tragen.Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist eine Bewegung von Christinnen und Christen aus reformierten Landeskirchen, evangelischen Freikirchen und christlichen Organisationen. In der Romandie tritt der französischsprachige Teil der Evangelischen Allianz unter dem Namen „Réseau évangélique Suisse“ (RES) auf. Die SEA besteht gesamtschweizerisch zurzeit aus 77 lokalen Sektionen mit rund 550 Gemeinden und 150 christlichen Organisationen. Die Basis der SEA wird auf rund 250 000 Personen geschätzt. Die SEA ist eine von weltweit 127 nationalen Evangelischen Allianzen mit schätzungsweise 420 Millionen Gleichgesinnten.