Die Erneuerung des evangelischen Europas vor Augen

Die Europäische Evangelische Allianz (EEA) - Dachorganisation der Schweizerischen Evangelischen Allianz - hat am 22. April ihren neuen Leiter gewählt. Der neue Generalsekretär Niek M. Tramper ist Pfarrer in der protestantischen Kirche in Vlaardingen (Nähe Rotterdam). Der Niederländer möchte als EEA-Leiter traditionelle Kirchengemeinschaften und aufbrechende neue evangelische Bewegungen näher zusammenbringen.


Zürich, 6. Mai 2010 (th) - In den gewachsenen Kirchenstrukturen in Europa brauche es immer wieder Aufbrüche. Darum müsse solide Theologie und missionarischer Eifer Hand in Hand arbeiten, sagt der neugewählte Generalsekretär. Es brauche sowohl traditionelle als auch junge Kirchen, die gemeinsam den Herausforderungen in Europa begegnen könnten. Als Beispiel solcher Herausforderungen erwähnte Niek Tramper nach seiner Wahl am 22. April die multikulturellen Städte, die wachsende Zahl der Muslime, die Kluft zwischen Armen und Reichen oder die vielen Menschenrechtsverletzungen. Wegen des Flugverbots in Europa konnten nur wenige Delegierte an der EEA Jahres- und Wahlversammlung in der Türkei anwesend sein. So wurde der Chef der Europäischen Evangelischen Allianz erstmals per Video-Konferenz gewählt. In Europa seit über 170 Jahren Die Europäische Evangelische Allianz ist der Zusammenschluss von 28 nationalen Evangelischen Allianzen die etwa zehn Millionen Gläubige miteinander verbindet. In England, wo die Allianzbewegung vor 174 Jahren ihren Ursprung hatte, in Deutschland, den Niederlanden und den skandinavischen Ländern ist die Evangelische Allianz eine erfolgreiche Bewegung. In Südeuropa sind die evangelischen Allianzen eher schwach und müssen sich oft gegen Übergriffe anderer Konfessionen wehren (zum Beispiel in Griechenland). In Brüssel unterhält die EEA ein Büro für politische Fragen der EU.