Das Wohl des Kindes an erster Stelle
Jedes Kind hat das Recht auf eine Mutter als weibliche, und einen Vater als männliche Bezugsperson. Dies gewichtet für die SEA stärker als der Wunsch nach Selbstverwirklichung homosexueller Paare.
Zürich, 14. Juni 2010 (pm) - Wilf Gasser, Sexualtherapeut und Präsident der SEA, meint zur Forderung nach einem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare: „Die Fremdadoption ist aus Sicht des Kindeswohls abzulehnen. Darin war sich die Bevölkerung während der Diskussion um das Partnerschaftsgesetz weitgehend einig. Es erstaunt deshalb, dass nun nur 5 Jahre später die vollständige Angleichung der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft auch im Adoptionsrecht gefordert wird“.„Es geht nicht um die Frage, ob lesbisch lebende Mütter nicht auch Erziehungskompetenzen haben“, schreibt Dr. med. Christl Ruth Vonholdt, Leiterin des Deutschen Instituts für Jugend und Gesellschaft. „Es geht um die Frage, was es rechtfertigen könnte, einem Adoptivkind vorsätzlich eine Vater- oder Mutterentbehrung zuzumuten, obwohl dies nicht sein müsste, denn es gibt mehr adoptionswillige Mann-Frau-Ehepaare als Kinder, die auf eine Adoption warten.“ Problematische StudieIm Sommer 2009 wurde in Deutschland die Studie „Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“ vorgestellt. Diese behauptet, dass das Kindswohl bei einem homosexuell lebenden Frauen- oder Männerpaar ebenso gut gewährleistet sei wie bei Familien mit Mutter und Vater.Die Studie ist nach Gassers Überzeugung wissenschaftlich nicht wirklich aussagekräftig, denn es fehlen longitudinale Beobachtungen und vergleiche mit Kindern die in Familien mit Vater und Mutter aufwachsen. Die Studie basiere ausschliesslich auf Aussagen betroffener Frauen und Männer, und die Objektivität der Aussagen müsse angesichts des mit politischen Zielen aufgeladenen Themas angezweifelt werden. Schwierige IdentitätsbildungIn der Studie fällt auch auf, dass die meisten der befragten Kinder mit einem leiblichen Elternteil zusammenleben und den anderen Elternteil kennen. Und genau dies trägt wohl dazu bei, dass die Entwicklung der Kinder positiv bewertet wird. Bei einer Adoption durch ein gleichgeschlechtliches Paar hingegen wächst das Kind im Bewusstsein auf, seine beiden Eltern seien zwei Frauen oder zwei Männer. „Das fehlende Vorbild eines Geschlechts kann sich negativ auf die Identitätsbildung auswirken. Wichtige neuere Forschungen sind sich einig: Mutter und Vater bringen geschlechtsabhängig Verschiedenes in die Entwicklung des Kindes ein“ ist Gasser überzeugt. Einem Kind, das von Anfang an mit einem homosexuell lebenden Paar aufwächst, bleibe also ein wichtiger Teil der Identitätsbildung verwehrt. Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist eine Bewegung von Christinnen und Christen aus reformierten Landeskirchen, evangelischen Freikirchen und christlichen Organisationen. In der Romandie tritt der französischsprachige Teil der Evangelischen Allianz unter dem Namen „Réseau évangélique“ auf. Die SEA besteht gesamtschweizerisch zurzeit aus 77 lokalen Sektionen mit rund 550 Gemeinden und 150 christlichen Organisationen. Die Basis der SEA wird auf rund 250 000 Personen geschätzt. Die SEA ist eine von weltweit 127 nationalen Evangelischen Allianzen mit schätzungsweise 420 Millionen Gleichgesinnten. Für Ihre Fragen steht Dr. med. Wilf Gasser, Präsident SEA, Tel 079 645 29 44, gerne zur Verfügung.

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