Christen bezahlen oft einen hohen Preis
Am 13. (und 20.) November wird in Landes- und Freikirchen die Diskriminierung und Verfolgung von Christen in der ganzen Welt speziell thematisiert. Der diesjährige „Sonntag der Verfolgten Kirche“ legt das Augenmerk besonders auf die Situation der Christen in Indien, Marokko und Eritrea.
Zürich, 8. November 2011 (tm) - Schätzungsweise 120 Millionen Menschen werden weltweit wegen ihres Glaubens an Jesus Christus diskriminiert. Zum 13. Mal ruft die Schweizerische Evangelische Allianz/Réseau évangélique suisse die Kirchgemeinden auf, einen Sonntag der verfolgten Kirche durchzuführen.
Viele Christinnen und Christen in den Landes- und Freikirchen werden am 13. November oder 20. November speziell an die unter Verfolgung leidende Kirche in aller Welt denken. Gottesdienste, in denen die weltweite Verfolgung thematisiert wird, erinnern die Besucher an die Aktualität des Themas und geben Anlass zu konkretem Gebet. In manchen Gottesdiensten werden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von christlichen Menschenrechtsorganisationen anwesend sein und über die Verletzungen der Glaubensfreiheit informieren.
Indien, Marokko, Eritrea
Die 3 Länder Indien, Marokko und Eritrea stehen in diesem Jahr besonders im Fokus. Viele Christen in diesen Ländern zahlen einen hohen Preis, wenn sie ihren Glauben leben wollen. In Indien tragen Christen - oft Angehörige niedriger sozialer Schichten - viel zum Sozialstaat, dem Bildungs- und Gesundheitswesen bei. Ihr Engagement verschafft ihnen aber keine Akzeptanz, sondern oft Diskriminierung. In Marokko sind christliche Kirchen zwar erlaubt, doch das Thematisieren des christlichen Glaubens in der Öffentlichkeit wird mit Haftstrafen geahndet. Noch drastischer ist die Situation In Eritrea. Gläubige werden dort in Schiffscontainern und Gefängnissen festgehalten, physisch und psychisch geschädigt, um kurz vor ihrem Tod entlassen zu werden.
Ein Internationaler Gebetstag
Der Sonntag der Verfolgten Kirche in der Schweiz ist Teil eines internationalen Gebetstags der Weltweiten Evangelischen Allianz WEA. Mit speziellen Predigtgedanken, Informationen und Gebet soll Solidarität zu den verfolgten Christen bekundet werden. Zu diesem Zweck hat die Arbeitsgemeinschaft für Religionsfreiheit AGR* eine Arbeitsmappe zusammengestellt. Diese kann auf der Webseite der sieben unter dem Dach der Schweizerischen Evangelischen Allianz (SEA) zusammengeschlossene Organisationen heruntergeladen werden:www.verfolgung.ch

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