Blues-Diakon Reto Nägelin gewinnt den Preis

Seit über drei Jahren lädt Blues-Diakon Reto Nägelin Interessierte zum Blues-Gottesdienst in die Wasserkirche in Zürich ein. Empfänger des «Dienstagsmails» kürten ihn zum Sieger. «Dienstagsmail»-Herausgeber Markus Baumgartner übergab Nägelin den Award am Samstag im Hotel Glockenhof in Zürich.


Eine Jury aus Medienprofis von Fernsehen, Radio und Print hat Projekte von Christen ausgewählt, welche in einer «Dienstagsmail»-Ausgabe der letzten zwölf Monate beschrieben wurden. Daraus nominierte sie folgende Personen für den Award für Öffentlichkeitsarbeit: Pfarrer Stefan Moll aus Zofingen AG, Pfarrer Beat Müller aus Neukirch TG und eben Blues-Diakon Reto Nägelin aus Rüschlikon ZH.

Wirkungsvoll reden

Die Jury nominierte Pfarrer Stefan Moll, weil er auf einen «Beobachter»-Artikel reagierte. Rhetorik-Experte Patrick Rohr hatte im Auftrag des «Beobachters» Predigten im ganzen Land besucht und konnte mit den meisten wenig anfangen. Stefan Moll, Pfarrer der EMK in Zofingen, wollte etwas gegen den im «Beobachter» geäusserten Vorwurf der langweiligen Predigten tun: Er engagierte Patrick Rohr und eine Journalistin des «Zofinger-Tagblatts» für einen seiner Gottesdienste. Die Predigt von Stefan Moll hat den Experten Rohr überzeugt: Ehrlich, offen, kommunikativ sei sie gewesen. Pfarrer Moll sorgt darüber hinaus mit Bistro-Gottesdiensten, Stadtfesten und weiteren Initiativen für Echos in den regionalen und kantonalen Medien. 

Alltagsblues teilen

Der Alltagsblues trifft Manager, Büezer, Jung und Alt. Unüblich aber ist es, wenn eine Kirche den Blues hat. Dafür sorgt Blues-Diakon Reto Nägelin. Jeden letzten Donnerstag im Monat lädt er Musiker ein, in der Wasserkirche den Blues zu spielen. Dazwischen erzählt der Blues-Diakon, wie er dem Alltagsblues begegnet, und gibt Impulse aus christlicher Sicht. Der «Tages-Anzeiger», «Blick am Abend» und Radio «Zürichsee» berichteten darüber. «Im Ansatz geht es bei der Bluesmusik um Sehnsucht», erklärt Reto Nägelin gegenüber «idea». «Viele Menschen haben Mühe, Sehnsucht auszuhalten.» Diese Sehnsucht könne ein Ruf Gottes sein, ein Traum für ein neues Projekt. «Wir sollen auf unser Herz hören und Gott Raum geben.» Reto Nägelin träumt von einer «Blues-Ranch» mit Lagerfeuer und Pferden.

Zur Person

Reto Nägelin aus Rüschlikon sah als Knabe eine Harley vorbeidonnern und betete abends zu Gott: «Wenn ich je auf einer solchen Maschine umherkurven darf, dann tue ich etwas für dich.» Heute ist Nägelin 35 und fährt eine Harley Davidson Fat Boy. Mit ihr knattert er im Mai zum Motorradgottesdienst «Mogoz», den er auf einer Zürichseefähre veranstaltet. Der gelernte Elektriker absolvierte die Diakonenausbildung in Greifensee. Es folgten Engagements als Jugenddiakon beim Cevi und bei der Streetchurch in Zürich. Heute leitet Nägelin die Takano-Fachstelle für Kinder- und Jugendarbeit der evangelisch-methodistischen Kirche in Olten. Als Blues-Diakon spricht er am nächsten Blues-Gottesdienst am 29. April um 19 Uhr in der Wasserkirche am Limmatquai 31 in Zürich.

www.bluesdiakon.ch

www.bluesgottesdienst.ch

Quelle: idea Spektrum Schweiz / Manfred Kiener