Sonntag der verfolgten Kirche: Für verfolgte Christen beten ist wichtig denn je
Am Sonntag, 9. November 2008, ist wieder „Sonntag der verfolgten Kirche“. Der von christlichen Kirchen und Gemeinschaften verschiedener Konfessionen in vielen Ländern gleichzeitig durchgeführte Anlass wird auch in der Schweiz seit 1999 jährlich begangen.

Die Weltweite Evangelische Allianz (WEA) hat letzte Woche an ihrer Vollversammlung in
Pattaya (Thailand) die Kirchen in aller Welt eindringlich dazu aufgerufen, für verfolgte und iskriminierte Christen zu beten, besonders auch in ihren Sonntagsgottesdiensten.
Die EA habe beispielsweise ganz neue Augenzeugenberichte aus Indien, wo Christen getötet und Kirchen niedergebrannt worden seien. Es gebe ebenfalls neue Berichte über Vertreibungen von christlichen Minderheiten aus dem Irak und zahlreiche Beispiele aus anderen Ländern von schweren gewalttätigen Übergriffen auf Christen.
China, Pakistan, Saudi-Arabien …
Besonders im Fokus des Gebets stehen am kommenden „Sonntag der Verfolgten Kirche“
die drei Länder China, Pakistan und Saudi-Arabien. In diesen Ländern würden Christen
diskriminiert und verfolgt. Die Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit der Schweizerischen
Evangelischen Allianz (SEA) hat zusammen mit sieben evangelischen Werken den Gebetsanlass rganisiert und eine Arbeitsmappe für das Gebet veröffentlicht.
ls Gebetsanliegen für China werden in der Arbeitsmappe die inhaftierten christlichen
Leiter und deren Familien erwähnt. In den beiden islamischen Ländern Pakistan und
Saudi-Arabien sei das öffentliche Verbreiten des christlichen Glaubens äusserst gefährlich. Vom Islam zum Christentum übergetretene Menschen müssten mit hohen Gefängnis- oder gar Todesstrafen rechnen.
Weltweit leben über 200 Millionen Christen in Ländern, in denen die Religionsfreiheit nicht respektiert wird. Ein vom Missionswerk „Open oors“ veröffentlichter Index zeigt, dass die Christenverfolgung in Nordkorea, in Saudi-Arabien und im Iran am grössten ist. Auf Platz vier der Verfolgungsintensität folgt das Ferienparadies Malediven.
Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit sind „Open Doors“, die „Hilfe für
Mensch und Kirche“, „Christian Solidarity International“, die „Christliche Ostmission“, das
„Aktionskomitee für verfolgte Christen“, die „Osteuropamission“ und „Licht im Osten“.
Petition für Religionsfreiheit
Am 7. Dezember wird die Arbeitsgemeinschaft Religionsfreiheit im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung in Bern einem Vertreter der UNO eine Petition übergeben. Diese wird die Unterschriften von Schweizer Christen enthalten, welche sich im Gebet für verfolgte Christen einsetzen . Von der UNO werde erwartet, dass sie sich mit all ihren Möglichkeiten ür die Religionsfreiheit in ihren Mitgliedsländern einsetze, fordert die Petition.
Unterschriftenbögen für die Petition an die UNO können bei der Schweizerischen Evangelischen llianz bezogen oder von der Webseite heruntergeladen werden.
Telefon SEA 043 344 72 00; www.verfolgung.ch
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