Mediale Aufregung um fromme Studierende an der Pädagogischen Hochschule
Im Artikel in der Zürcher Studierendenzeitung
gingen zwei Autoren der Frage nach, ob die vielen frommen Studierenen an der
Pädagogischen Hochschule (PH) eine Gefahr für das Schulzimmer
darstellen würden oder nicht. Da werden natürlich Ängste
bezüglich Missionierung oder Kreationistenlehre wach.Nun ja, der Artikel liest sich gut, ist ordentlich recherchiert und ist nicht mal besonders einseitig. Man hätte es nach dem Lesen dabei bewenden lassen können. Doch dann griff die Pendlerzeitung "News" die Geschichte auf, brachte sie als Frontstory und spitze sie zu. Doch statt darauf gelassen zu reagieren, kam Hektik auf.Die Schweizerische Evangelische Allianz fühlte sich bemüssigt, Stellung zu beziehen.
Sie veröffentlichte eine Medienmitteilung und vermutete den "Aufschrei
einiger Alt-68-iger" dahinter. Zudem vermischte sie in ihrer Mitteilung die
Thematik. Ging es zu Beginn noch um
jugendlichen Lehrpersonen, war plötzlich von Jugendlichen die Rede, die
nach Werten suchen. Die SEA findet aber auch, "dass sich jedes Engagement von Christen an die Spielregeln einer liberalen Gesellschaftsordnung zu halten hat." Schön und gut, wieso also eine Medienmitteilung? Die Leitung der Pädagogischen Hochschule gab auch eine Medienmitteilung heraus, worin sie sich gegen die Unterstellung wehrte,
dass die Pädagogische Hochschule Zürich fordere, Lehrpersonen aufgrund
ihrer religiösen Überzeugung aus dem Schuldienst auszuschliessen.
Damit nimmt sie wohl Bezug auf den "News"-Arikel, obwohl in der
Mitteilung nicht steht, wer denn das behauptet habe.Was lernen wir daraus? Dass aus einem einfachen Artikel durch das Aufgreifen in einer Pendlerzeitung ein mediales Feuer enfacht wurde, das man mit seitenlange Medienmitteilungen löschen wollte. Bringen tut so etwas wenig. Ein Podiumsgespräch, organisiert von der Leitung des PH zu dieser Thematik, wäre hilfreicher und spannender gewesen.

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