Freundlichkeit, Respekt und Hoffnung

Am Freitag trafen sich die Delegierten der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA in den Räumen der Evangelischen Täufergemeinde (ETG) in Zürich. Zum Thema «Gesellschaft verändern – Mit Mut und Engagement an Wunder Gottes glauben» sprach u.a. Wissam al- Saliby. Der gebürtige Libanese setzt sich am europäischen UNO-Hauptsitz in Genf für die Wahrung von Menschenrechten und soziale Gerechtigkeit ein. Unmittelbar vor der Delegiertenversammlung traf sich die Führung der SEA mit Vertretern internationaler Kirchen in der Schweiz.

Zürich, 5. Juni 2018 (sb) – Ein Credo der Schweizerischen Evangelischen Allianz lautet «Gesellschaft verändern». Unter diesem Titel trafen sich am Freitag, 1. Juni 2018, die Delegierten der SEA und Interessierte aus ihrem Umfeld. Die SEA nutzte ihre DV, um über einen Grundpfeiler ihrer Vision zu sprechen. Nach einem gemeinsamen Mittagessen wurden den 95 Anwesenden unterschiedliche Ansätze präsentiert, wie die SEA gesellschaftlich Einfluss nimmt. So sprachen zwei Referenten, die exemplarisch stehen für mutiges Engagement in einem sehr unterschiedlichen Kontext. An der abschliessenden Geschäftssitzung wurden Brigitte Müller-Kaderli und Max Schläpfer mit grossem Dank aus dem Vorstand verabschiedet und Peter Schneeberger neu hineingewählt.

Prägende Persönlichkeiten
Einer, der die Gesellschaft verändert, ist Wissam al-Saliby. Seit Anfang 2018 ergänzt er das Team der World Evangelical Alliance WEA in Genf und vertritt die Interessen der evangelischen Christen am UNO-Menschenrechtsrat. Der im Libanon aufgewachsene Menschenrechts-Experte betonte in seinem Referat, dass er eine Stimme für alle Evangelischen Allianzen weltweit sein wolle – was nicht immer einfach sei. «In vielen Ländern scheuen sich Allianzen davor, die Regierung zu kritisieren.» Wenn sich al-Saliby beim Menschenrechtsrat für diese Christen einsetze, müsse er deshalb vorsichtig vorgehen. Er betonte, dass er bei Vorträgen am Menschenrechtsrat «eine andere Art von Stimme» sein wolle. Für Wissam al-Saliby stünden bei Ratsauftritten Freundlichkeit, Respekt und Hoffnung im Zentrum.

Dass Veränderung auch lokal und direkt in der Nachbarschaft geschehen kann, beweist die Sektion St.Gallen. Die Allianz-Sektion aus der Ostschweiz bewies nicht nur im vergangenen Reformations- Jahr und durch die damit verbundenen Aktionen viel Innovationswille – so z.B. mit dem Kunstprojekt «Das Buch». Die St.Galler scheuen sich auch nicht vor internen Neuerungen. So konnte der St.Galler Allianz-Präsident Gust Ledergerber 2017 von der lokalen Allianz für ein Teilpensum angestellt werden. Dies, um die Vernetzung unter den Gemeinden der Region weiter voranzubringen.

«Es ist zentral, dass Leiterinnen und Leiter mit unterschiedlichem Gemeindehintergrund in der Region zusammenarbeiten.» Weiter betonte Ledergerber, dass grössere und glaubensmutigere Schritte in geöffnete Türen gegangen werden dürften.

Treffen mit Internationalen
Vor der offiziellen Delegiertenversammlung trafen sich die SEA-Generalsekretäre Matthias Spiess und Marc Jost mit Verantwortlichen internationaler Kirchen in der Schweiz. Ziel des Treffens war primär das gegenseitige Kennenlernen. Marc Jost betonte die Wichtigkeit der Zusammenarbeit von internationalen und Schweizer Kirchen sowie die Stärkung der Beziehungen unter Pastoren.

Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA) ist eine Bewegung von Christinnen und Christen aus reformierten Landeskirchen, Freikirchen und christlichen Organisationen. In der Romandie tritt der französischsprachige Teil der Evangelischen Allianz als „Réseau évangélique suisse“ (RES) auf. Die SEA besteht gesamtschweizerisch zurzeit aus 83 Sektionen mit rund 640 Gemeinden und über 230 christlichen Werken. Die Basis der SEA wird auf 250‘000 Personen geschätzt. Die SEA ist eine von weltweit 129 Evangelischen Allianzen mit schätzungsweise 600 Millionen Gleichgesinnten.

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