Ratsvorsitzender eröffnet Weltausstellung Reformation „Tore der Freiheit“ in Wittenberg

Wenige Tage vor Beginn des Deutschen Evangelischen Kirchentags und des großen Festwochenendes zum 500. Reformationsjubiläum hat der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Landesbischof Bedford-Strohm heute in Wittenberg die Weltausstellung Reformation „Tor der Freiheit“ eröffnet.

In Anwesenheit von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier öffnet er auf dem Wittenberger Marktplatz symbolisch ein Tor der Weltausstellung. Insgesamt gibt es in der Lutherstadt sieben Torräume, in denen 80 Aussteller aus Kirche, Gesellschaft und Politik über 16 Wochen hinweg ein vielfältiges Programm anbieten.

„Endlich ist der Reformationssommer da! Ich freue mich auf ein fröhliches Fest des Glaubens“, sagte Bedford-Strohm vor dem Start der Veranstaltungen in Wittenberg. „Das Interesse an Martin Luther als Person, aber auch an den anderen Reformatoren und an ihrer inhaltlichen Botschaft ist riesengroß.“ resümierte der Ratsvorsitzende den bisherigen Verlauf des Jubiläumsjahres. „2017 ist ein Beteiligungsjubiläum geworden, bei dem sich sehr viele Menschen begeistert engagieren. Ich hoffe, dass sich hier in Wittenberg wie schon zuvor beim Europäischen Stationenweg viele Menschen für die Botschaft der Reformation neu begeistern lassen“.

Der Truck des Europäischen Stationenwegs, der zuvor 69 Städte in 19 europäischen Ländern besucht hatte, war nach 25.000 Kilometern am Vormitttag in Wittenberg angekommen und wird dort ebenfalls im Rahmen der Welttaustellung zu sehen sein.

„Ich wünsche mir, dass wir den Schwung des ersten Halbjahres mitnehmen, damit wir am Ende des Reformationsjubiläums sagen können: Unsere Kirche ist als Gemeinschaft gestärkt worden und hat in vielen Veranstaltungen und Gottesdiensten neue geistliche Kraft bekommen. Und unsere Kirche hat mit dieser Kraft im Herzen auch der Gesellschaft neue Orientierung gegeben“, sagte die Präses der Synode der EKD, Irmgard Schwaetzer.

Die Eröffnung der Weltausstellung steht am Anfang einer Reihe von evangelischen Großveranstaltungen zum Reformationssommer. Am Mittwoch beginnt in Berlin und Wittenberg der Deutsche Evangelische Kirchentag, der in diesem Jahr ganz im Zeichen des Reformationsjubiläums steht.

Als besonderer Gast hat sich für Donnerstag (11 Uhr) der frühere US-Präsident Barack Obama angekündigt. Anders als bei allen bisherigen Kirchentagen endet der Kirchentag nicht mit einem Abschlussgottesdienst, sondern wird in Wittenberg mit einem großen Festwochenende fortgesetzt.

Höhepunkt ist ein Festgottesdienst auf den Elbwiesen, zu dem am Sonntag (11 Uhr) mehr als 100.000 Menschen erwartet werden. Die Predigt hält der südafrikanische Erzbischof Thabo Makgoba. „Ich kann nur wärmstens empfehlen, m Reformationssommer 2017 mindestens einmal nach Wittenberg zu kommen. Da muss man in diesem Jahr einfach gewesen sein!“, warb der Ratsvorsitzende.

Das Reformationsjubiläum endet am Reformationstag (31. Oktober) 2017 mit einem Festakt in Berlin und zahlreichen Veranstaltungen in ganz Deutschland. Zur Erinnerung an den Thesenanschlag Martin Luthers vor 500 Jahren in Wittenberg ist dieser Tag im Jahr 2017 zu einem bundesweiten arbeitsfreien Feiertag erklärt worden.

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